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Themen Wasserstoffwirtschaft in der Metropolregion Hamburg

Der Hamburger Klimaplan fordert die Klimaneutralität der Hansestadt bis 2050. Dies ist nur umsetzbar, wenn die Erneuerbaren Energien konsequent weiter ausgebaut werden. Das allein genügt aber nicht, um die Treibhausgasemissionen zu senken. Denn zum einen gibt es Branchen, in denen grüner Strom kaum fossile Prozesse ersetzen kann, zum anderen werden bereits heute regelmäßig Windenergieanlagen in Norddeutschland abgeregelt, da die Netze den grünen Strom nicht aufnehmen können. Wandelt man ihn aber per Elektrolyse in grünen Wasserstoff um, bietet dies eine Lösung für beide Probleme: Als CO2-neutraler Energieträger kann Wasserstoff den Strom speichern und in Industrie und Logistik fossiler Energieträger ersetzen.

Dekarbonisierung der Industrie

Die Freie und Hansestadt Hamburg verfügt über den größten deutschen Seehafen, der ein großes innerstädtisches Industriezentrum bildet. Außer der Maritimen Wirtschaft und der Logistik spielen weitere Schlüsselbranchen eine bedeutende Rolle – beispielsweise die Luftfahrtindustrie, aber auch die energieintensive Grund- und Rohstoffindustrie, die Stahl, Kupfer und Aluminium produziert. Diese sind für einen Großteil der städtischen CO2-Emissionen verantwortlich. Die Umstellung ihrer Prozesse auf den Einsatz von Wasserstoff bietet einen entscheidenden Hebel, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren.

Modellregion für Europa

Hamburg weist für den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette, mit entsprechenden Schnittstellen von Erzeugern, über Transport und Distribution bis zu Abnehmern entscheidende Standortvorteile auf. Dazu zählt nicht nur eine ausgeprägte und konzentrierte Produzenten- und Abnehmerstruktur für grünen Wasserstoff, sondern auch die systemdienliche Umsetzbarkeit. Mit der geographischen Nähe zu den windkraftstarken Bundesländern und den Offshore-Windparks der Nordsee kann der erneuerbare Überschussstrom ohne große Verluste und umfangreichen Leitungszubau in Elektrolyseuren vor Ort in Wasserstoff umgewandelt werden. Zusätzlich schafft die bestehende Hafeninfrastruktur die Voraussetzungen für künftige Importkapazitäten. Zudem stellen neue überregionale Projekte des Fernleitungsnetzbetreiber Anbindungsmöglichkeiten an das europäische Wasserstoffnetz in Aussicht.

EEHH-Beiträge zum Thema Wasserstoffwirtschaft

Hier finden Sie eine Auswahl von Beiträgen, die wir zum Thema veröffentlicht haben: