Erneuerbare Energien Hamburg Clusteragentur

News-Details Potenzialstudie Wasserstoffwirtschaft

von Astrid Dose
Gunnar Groebler, CEO Vattenfall Renewables, vor der Wasserstofftankstelle im Hamburger Hafen (Vattenfall GmbH)
Gunnar Groebler, CEO Vattenfall Renewables, vor der Wasserstofftankstelle im Hamburger Hafen (Vattenfall GmbH)

Dass eine Wasserstoffwirtschaft Basis der langfristigen Dekarbonisierung unseres Wirtschaftssystems ist, trifft auf immer mehr Zustimmung. Die IPP ESN Power Engineering GmbH zeigt in einer Potenzialstudie Wasserstoffwirtschaft auf, welche Projekte sich derzeit als Kristallisationspunkte einer zukünftigen Wasserstoffwirtschaft eignen.

Im Auftrag der Netzwerkagentur EE.SH und des Kreises Nordfriesland hat IPP ESN dazu unter technisch-wirtschaftlichen Gesichtspunkten zum einen verschiedenste Möglichkeiten der Erzeugung von Wasserstoff untersucht. Dabei kamen technologische Optionen und langfristig zu erwartende Kostendegressionen ebenso zum Tragen wie energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen und daraus resultierende organisatorische Anforderungen. Zum anderen betrachten die Autoren verschiedenste Einsatzmöglichkeiten von Wasserstoff in den Bereichen Mobilität (PKW, LKW, Busse, Abfallsammelfahrzeuge, Züge, Schiffe, Flurförderzeuge etc.), Grundstoffindustrie und Energiewirtschaft (Rückverstromung, Wärmegewinnung, Einspeisung ins Gasnetz).

Ziel der Studie war neben der Ermittlung von Absatzpotenzialen vor allem die Prüfung der CO2-Vermeidungskosten und des Förderbedarfs. Dies ermöglicht eine Einschätzung, welche Anwendungen in absehbarer Zeit als erstes zum Tragen kommen könnten und damit die Identifikation von Pilotprojekten, die sich als Kristallisationspunkte für einen breiteren Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft anbieten.

Bei CO2-Emissionskosten von um die 100 €/t könnten zahlreiche Wasserstoff-Anwendungen insbesondere im Sektor Mobilität schon in einigen Jahren in den Bereich der Wirtschaftlichkeit kommen. Die Wasserstoff-Erzeugungskosten bei aus der EEG-Förderung herauslaufenden Windparks dürften sich dann bei 3-4 €/kg einpendeln. Langfristig sind, analog zur Kostenentwicklung bei Wind und Photovoltaik, weitere Reduzierungen zu erwarten.

Die Studie kann hier heruntergeladen werden.

Zurück