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News-Details „German Inland Campaign“ setzt sich für einen starken Heimatmarkt ein

von Astrid Dose

WAB startet deutsche Binnenkampagne für die Offshore-Wertschöpfungskette

Am 26. und 27. Juni findet der 11. Branchentag Windenergie NRW in Köln statt. Dieser ist ein anerkannter Treffpunkt von Top-Entscheidern und Vordenkern der Windbranche. Die WAB ist in diesem Jahr Kooperationspartner des Branchentags und startet dort die „German Inland Campaign“. Am 26. Juni wird die Abendveranstaltung im Zeichen der neuen WAB-Kampagne stehen; am zweiten Tag wird es nach zwei Impulsvorträgen von Dirk Briese von wind:research und Heiko Messerschmidt von der IG Metall Küste eine Podiumsdiskussion u.a. mit Prof. Dr. Josef Gochermann, Mitglied des Landesvorstandes CDU, Christian Jaffke von der Kraftwerksschule des VGB PowerTech e.V., Frank Albers von Windtest Grevenbroich sowie WAB Interim-Geschäftsführerin Heike Winkler geben.

Die durch das EU-Projekt Inn2POWER unterstützte Kampagne hat es sich zum Ziel gesetzt, den hohen Stellenwert der Zuliefererindustrie in der Wertschöpfungskette Offshore hervorzuheben. Die Zulieferer sind durch ihre Innovationen und spezialisierten Dienstleistungen das Fundament der Branche. Eine kürzlich vom Marktforschungsinstitut wind:research veröffentlichte Studie zeigt, dass etwa 24.500 Jobs in Deutschland direkt von Offshore-Wind abhängen. So sind eben nicht nur Anlagenhersteller an der Nord- oder Ostseeküste Teil der Wertschöpfungskette, sondern auch viele kleine und mittelständische Zuliefererbetriebe aus Nordrhein-Westfalen oder Baden-Württemberg und Bayern.

Diese essenziellen Energiewende-Akteure leiden heute unter den fehlenden sicheren Rahmenbedingungen und u.a. unter dem bisher wenig ambitionierten Ausbauziel für die Windenergie auf See. Heike Winkler betont, es sei von fundamentaler Bedeutung, diese KMUs in ihrer Sichtbarkeit zu unterstützen und ihre Bedeutung als Innovationsmotor und Arbeitgeber hervorzuheben: „Die German Inland Campaign unterstreicht die Vielfalt und Bedeutung der Wertschöpfungskette. Es braucht von der Politik jetzt den zugesagten Sonderausbaubeitrag und ein langfristiges Ausbauziel mit sicheren Rahmenbedingungen. Der Ausbau sollte dem Potenzial der Windenergie auf See gerecht werden, wenn ein Anteil von etwa 65 Prozent Erneuerbarer Energien bis 2030 politisch ernsthaft angestrebt wird.“

Im Rahmen der German Inland Campaign sind zwei weitere Kampagnen-Termine für das laufende Kalenderjahr geplant, um gemeinsam mit der Branche den Blick für die Bedeutung der deutschen Offshore-Wertschöpfungskette in ihrer Vielfalt und für die Energiewende zu schärfen.

https://www.wab.net/

 

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