Positionspapier
Nicholas Doherty / Unsplash

Positionspapier

Forderungen zur NWS Offshore produzierten Grünen Wasserstoff zum festen Teil der Nationalen Wasserstoffstrategie machen!

In der Fortschreibung der nationalen Wasserstoffstrategie (NWS) und aller damit zusammenhängenden regulatorischen Rahmenbedingungen, brauchen wir ein klares Bekenntnis zur Technologie, heimischen grünen Wasserstoff auf See zu produzieren. Die für den Transport notwendigen Pipelines sehen wir als wichtigen Baustein der Infrastruktur für Importe und die Etablierung eines europäischen Wasserstoff-Transportnetzes.

Wir unterstützen deshalb ausdrücklich alle Absichten, wie beispielweise die „Esbjerg-Erklärung“1, unsere Technologie zu einem festen Teil des „grünen Kraftwerks Nordsee” und damit der Energiewende in Europa zu machen.

Deutschland selbst steht außerdem vor der Herausforderung, ein international konkurrenzfähiges Marktumfeld zu schaffen, in dem es eine Technologieführerschaft erlangen und die Energiewende erfolgreich gestalten kann.

Das Ziel der Bundesregierung von 10 GW Elektrolysekapazität bis zum Jahr 2030 wird sich unserer Ansicht nach schon bald als zu niedrig erweisen, berücksichtigt man die Bedarfe für die Transformation zum Beispiel der heimischen Industrie.

Die unterzeichnenden Organisationen fordern vor diesem Hintergrund folgende Maßnahmen:

  • Die Verankerung eines spezifischen Offshore-Wasserstoff-Ausbauziels in der NWS als Grundlage einer konsistenten Strategie für Produktionstechnologien, Infrastruktur und Abnehmerseite.
  • Ein Ausbildungs- und Beschäftigungsprogramm für Offshore-Wind-Wasserstoff und Systeme.
  • Die Wasserstoffproduktion auf See muss Bestandteil der kommenden Ausschreibungen im WindSeeG werden.
  • Die entsprechende Anpassung des Flächenentwicklungsplans (FEP):
    • Pipeline als Kern eines Versorgungskorridors zur Vernetzung großskaliger Wasserstoffprojekte und eines internationalen Wasserstoffnetzes ermöglichen.
    • Ausreichend Flächen für die Wasserstoffproduktion technologieoffen ausweisen.
  • Gezielte Förderung für die Produktion von Offshore-Wasserstoff in Anlehnung an H2Global, um einen raschen Markthochlauf zu ermöglichen.
  • Formulierung einer integrierten europäischen Vision für die Wasserstoffproduktion auf See, die europäische Vernetzung entsprechend der Esbjerg-Erklärung und Definition der Rolle Deutschlands in diesem Verbund.

Wir verweisen auf den gemeinsamen Appell „Partnerschaft zur klimaschützenden Wasserstoffproduktion
aus Offshore-Windenergie“ vom 02.06.20222, dessen Inhalte wir hiermit erneut unterstreichen.