Details

Uni-Präsidialverwaltung mit neuer PV-Anlage Eingespielte Kooperation der städtischen Unternehmen treibt Solarausbau voran

Uni-Präsidialverwaltung mit neuer PV-Anlage
Besuchten die neue PV-Anlage der Präsidialverwaltung der Uni: Die kommissarische Kanzlerin der Universität Hamburg Andrea Hellwig, HEnW-Geschäftsführer Michael Prinz, Umweltsenatorin Katharina Fegebank, Finanzsenator Dr. Andreas Dressel, Sprinkenhof-Geschäftsführer Jan Zunke und Prof. Dr. Laura-Marie Edinger-Schons, CSO Universität Hamburg Foto: HEnW

Das Dach der Präsidialverwaltung der Universität Hamburg ist voll belegt: 445 PV-Module erzeugen seit Ende Juli Solarstrom auf der neu sanierten Dachfläche. Mit einer Leistung von 200 Kilowattpeak produziert die Anlage jährlich mehr als 165.000 Kilowattstunden grünen Strom und senkt damit die CO2-Emissionen um bis zu 63 Tonnen. Der erzeugte Strom fließt ins öffentliche Netz und kann rein rechnerisch etwa 66 Haushalte* mit Ökostrom versorgen. Mit der Solarinstallation auf dem Dach der Präsidialverwaltung leisten die beiden städtischen Unternehmen Sprinkenhof (Gebäudeeigentümerin, Unternehmen der Finanzbehörde) und HEnW KommunalEnergie (HKE), ein Tochterunternehmen der Hamburger Energiewerke, einen weiteren Beitrag zum Photovoltaik-Ausbauziel auf öffentlichen Gebäuden.

Und es kommen stetig weitere Solardächer hinzu: Auf dem Cruise Terminal Altona realisieren die beiden Partner eine PV-Anlage mit einer Leistung von rund 230 Kilowattpeak. Nach aktuellem Planungsstand soll diese noch im September ans Netz gehen. Auf 20 Dächern der Sprinkenhof sind bereits PV-Anlagen in Betrieb, 27 weitere gemeinsame Projekte sind fest eingeplant oder schon im Bau.

Der städtische Photovoltaikausbau konzentriert sich dabei auf technisch geeignete und wirtschaftliche Anlagen. Bei Dächern mit weiterem PV-Potenzial ermöglicht das sogenannte Bilanzkreismodell eine größtmögliche Ausnutzung der Dachfläche. Überschüssiger Solarstrom wird dabei direkt an die Stadt Hamburg verkauft und automatisch den städtischen Gebäuden der Kernverwaltung zur Verfügung gestellt. So wird die installierte Anlagenleistung nicht länger durch den Strombedarf des jeweiligen Gebäudes begrenzt und darüber hinaus nutzt die Stadt ihren selbst erzeugten grünen Strom. Hamburg kommt damit seinem Ziel, 80 Prozent der geeigneten Dachflächen mit Photovoltaik zu belegen, Schritt für Schritt näher.

 

Katharina Fegebank, Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Die neue PV-Anlage auf dem Gebäude der Uni-Präsidialverwaltung macht die Uni Hamburg nachhaltiger und stellt sie besser für die Zukunft auf. Mit 200 kWp Leistung gehört die Anlage aktuell zu den größten Anlagen auf öffentlichen Gebäuden in Hamburg. Auf den Dächern unserer Stadt haben wir noch riesiges Potenzial. Mit unserer Solarpflicht bei Neubauten und Dachsanierungen, mit dem Förderprogramm SolarPLUS und dem Ausbau auf städtischen Dächern wollen wir dieses ausschöpfen und gehen als Stadt voran. Das zeigt auch das Plus von 50 Prozent Leistung auf unseren öffentlichen Dächern im vergangenen Jahr.“

Michael Prinz, Geschäftsführer der Hamburger Energiewerke GmbH: „Seit dem Startschuss für die Solardachoffensive hat unser Tochterunternehmen HKE gemeinsam mit Behörden und städtischen Partnern den Weg für den kontinuierlichen PV-Ausbau geebnet. Den Hochlauf haben wir gemeistert. Alle ein bis zwei Wochen geht inzwischen eine neue PV-Anlage auf den städtischen Dächern Hamburgs in Betrieb. Das ist ein voller Erfolg. Damit uns der Fachkräftemangel keinen Strich durch die Rechnung macht, bilden wir unsere Solar-Fachkräfte selbst aus.“

Jan Zunke, Geschäftsführer Sprinkenhof GmbH: „Mit der Sanierung des Daches der Präsidialverwaltung der Universität Hamburg zeigen wir einmal mehr, wie wir städtische Flächen konsequent für den Ausbau erneuerbarer Energien nutzen. Wir denken Photovoltaik längst nicht mehr nur gebäudebezogen, sondern versuchen das Solarpotenzial für ganz Hamburg zu maximieren. Jedes neu belegte Dach bringt uns den städtischen Klimazielen ein Stückchen näher – nachhaltig, wirtschaftlich und zukunftsorientiert.“

Prof. Dr. Laura-Marie Edinger-Schons, CSO Universität Hamburg: „Mit der neuen Photovoltaikanlage gehen wir einen weiteren konkreten Schritt auf dem Weg zu einem klimafreundlicheren Universitätsbetrieb. Besonders wichtig ist uns dabei, dass dieses Dach kein Einzelprojekt bleibt: Wir haben 56 Dächer der Universität systematisch auf ihre Eignung für Photovoltaik prüfen lassen und damit die Grundlage für einen schrittweisen weiteren Ausbau geschaffen. Als Universität der Nachhaltigkeit wollen wir Nachhaltigkeit nicht nur erforschen und lehren, sondern auch auf unserem eigenen Campus konsequent umsetzen.“

Über Tim Zeige

Profilbild zu: Tim Zeige

Als Projektleiter Wasserstoffwirtschaft Norddeutsches Reallabor (NRL) & operative Begleitung der Norddeutschen Wasserstoffstrategie (NDWS) unterstütze ich das Team der EEHH vielfältig: (B2B) Kommunikation & Marketing, Redaktionelle Tätigkeiten Events uvm. Besonders treibt es mich an meine Fähigkeiten einzusetzen, um innovativen Technologien wie Wasserstoff eine Bühne zu bieten.

Diesen Beitrag weiterempfehlen
von Tim Zeige