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TenneT Germany und National Grid starten GriffinLink

TenneT Germany und National Grid starten GriffinLink
EnBW
  • Die beiden Unternehmen unterzeichnen beim Nordsee-Gipfel in Hamburg ein „Memorandum of Understanding“  zur gemeinsamen Entwicklung eines hybriden Interkonnektors
    GriffinLink würde die Versorgungssicherheit stärken sowie Flexibilität und Effizienz beim Anschluss von Offshore-Windparks schaffen.
  • Die Verbindung ist der erste Baustein für ein europäisches Offshore-Stromnetz.
  • Der deutsche Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) TenneT Germany beabsichtigt, gemeinsam mit dem  britischen Partner National Grid das Projekt GriffinLink zu entwickeln.

Das System ist ein  innovativer sogenannter hybrider Interkonnektor zur kombinierten Verbindung von deutschen und britischen Offshore-Windparks in der Nordsee und Stromnetzanschlüssen zu den Küsten beider Länder. Dies ist ein Schritt hin zu einem integrierten, flexiblen und effizienten Energiesystem für Großbritannien und Deutschland, das den Verbrauchern, Industrie und Wirtschaft sichere Energie liefern könnte. Damit würde GriffinLink einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit und Marktintegration in Nordwesteuropa leisten. Ein grenzüberschreitendes hybrides Energiesystem wie GriffinLink könnte saubereren Strom jederzeit dort in das Netz einzuspeisen, wo er gerade erzeugt werden kann und ihn genau dorthin transportieren, wo er benötigt wird.

Tim Meyerjürgens, CEO von TenneT Germany, sagte: „GriffinLink ist das erste Projekt seiner Art in Europa und wird ein großer Meilenstein bei der grenzüberschreitenden Energieversorgungssicherheit. Als einer der größten Offshore Übertragungsnetzbetreiber treiben wir bei TenneT Germany diese Entwicklung seit Jahren entschlossen voran. Gemeinsam mit unserem Partner National Grid zeigen wir, wie wir über nationale Grenzen hinausdenken und Offshore Windparks so verbinden können, dass ein vernetztes, europäisches Energiesystem entstehen kann. Statt isolierter Einzelprojekte sehen wir künftig  immer mehr hybride, grenzüberschreitende Verbindungen im Fokus und brauchen auf diesem Weg klare politische Rahmenbedingungen. Das ist der Schlüssel für eine sichere, effiziente und unabhängige Energiezukunft Europas. Wir stehen bereit, das Kraftwerk Nordsee gemeinsam zu realisieren.“

Ben Wilson, Präsident von National Grid Ventures, sagte: „Wir sind stolz darauf, mit TenneT Germany an diesem bahnbrechenden Projekt zu arbeiten, das die Vielfalt und Flexibilität unserer Energiesysteme verbessern wird. Hybride Interkonnektoren wie GriffinLink sind wichtig, um die effiziente Nutzung von Ressourcen zu maximieren, Kosten zu senken und die Auswirkungen auf Küstenregionen zu minimieren. Projekte wie dieses sind für die Schaffung eines besser koordinierten Offshore-Netzes von entscheidender Bedeutung. Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass die dafür erforderlichen Rahmenbedingungen zügig entwickelt und umgesetzt werden.“

Die Unterzeichnung des Memorandum of Understanding zwischen TenneT Germany und National Grid fand am 26.01.2026 während des Nordsee-Gipfels in Hamburg in Anwesenheit von Deutschland Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Katherina Reiche, und Ed Miliband, Großbritanniens Secretary of State for Energy Security and Net Zero, statt.

Das Potenzial des integrierten Ansatzes von GriffinLink:

•    eine bessere Auslastung der Netze und der angeschlossenen Offshore-Windparks sowie eine effizientere Nutzung erneuerbarer Energien über nationale Grenzen hinweg
•    eine Dämpfung der damit verbundenen Kosten und des Bedarfs an Materialien für die Lieferketten
•    eine Verringerung der Auswirkungen auf die Küstenregionen und die Umwelt

GriffinLink kann auf dem bestehenden Interkonnektoren-Portfolio von 7,8 Gigawatt von National Grid und rund 23 Gigawatt von TenneT Germany aufbauen. Mit ihrer umfangreichen Erfahrung im Bau, in der Entwicklung und im Betrieb von Interkonnektoren sind National Grid und TenneT Germany gut aufgestellt, um dieses innovative Projekt zu entwickeln.
Das Projekt könnte voraussichtlich Ende der 2030er Jahre in Betrieb gehen, die Nutzung der Offshore-Windenergie in der Nordsee optimieren sowie dazu beitragen, den Energiebedarf zu decken, der durch die zunehmende Elektrifizierung aufgrund von Dekarbonisierung der Haushalte und der Industrie, Rechenzentren und KI entsteht.

 

 

Über Astrid Dose

Profilbild zu: Astrid Dose

Reden, schreiben und organisieren – und das mit viel Spaß! So sehen meine Tage beim EEHH-Cluster aus. Seit 2011 verantworte ich die Öffentlichkeitsarbeit und das Marketing des Hamburger Branchennetzwerkes. Von Haus aus bin ich Historikerin und Anglistin, mit einem großen Faible für technische Themen.

von Astrid Dose