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„Offshore-Industrie kann liefern - WindSeeG muss nachgeschärft werden“
Der Bundestag berät heute in erster Lesung den Gesetzentwurf zur Optimierung und Absicherung des Ausbaus der Windenergie auf See ("WindSeeG-Novelle 2026"). Aus Sicht des Energieanlagenbaus muss das Gesetz an wesentlichen Stellen nachgeschärft werden. Dazu sagt Gerd Krieger, stellvertretender Geschäftsführer VDMA Power Systems:
• „Hersteller und Zulieferer der Offshore-Windindustrie in Europa können aktuell und zukünftig alle Projekte beliefern, die realisiert werden. Sie passen ihre Kapazitäten an eine steigende Nachfrage an. Jetzt braucht es einen politischen Rahmen, der die Realisierung von Projekten ermöglicht und Investitionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette absichert.“
• „Im parlamentarischen Verfahren müssen zentrale Punkte des Ausschreibungsdesigns nachgeschärft werden. Die Branche braucht ein klares, indexiertes CfD-Modell mit angemessenem Höchstwert und der Perspektive für Power Purchase Agreements. Entscheidend ist, dass Ausschreibungen auf die tatsächliche Realisierung von Projekten ausgerichtet werden und die Fehler des ungedeckelten negativen Bietens nicht wiederholt werden.“
• „Zudem braucht es dringend und schnellstmöglich politische Regelungen für bereits bezuschlagte Offshore-Projekte. Diese Projekte müssen realisiert werden, um Ausbauziele, Wertschöpfung und Beschäftigung in Deutschland und Europa zu sichern.“
• „Die vorgesehene pauschale Überbauung von bis zu 20 Prozent ist falsch. Wie stark ein Offshore-Windpark überbaut wird, hängt von den jeweiligen Standortbedingungen ab und sollte deshalb in der Verantwortung der Projektentwickler liegen.“
• „Lieferkettenresilienz, Cybersicherheit und Versorgungssicherheit müssen stärker in den Fokus rücken. Es ist richtig, dass in kritischen Energieinfrastrukturen ausschließlich vertrauenswürdige Technologien und Partner eingesetzt werden. Klare Kriterien und belastbare Nachweisverfahren sind dafür unerlässlich.“