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Hyvolution 2026 Nachbericht zur französischen Wasserstoffmesse in Paris
EEHH präsentierte vor internationalem Publikum das Hamburger Wasserstoffökosystem als einer von 25 Länderpavillons, Verbänden und Delegationen. Auf dem 10. Jubiläum der Messe war auch eine Vielzahl deutscher Aussteller vertreten. Ergo waren sowohl der Emfpang in der Deutschen Botschaft, organisiert durch den DWV, als auch der durch die Gemeinschaftsstände organisierte Deutsche Abend auf der Messe sehr gut besucht.
Herausfordernde Marktbedingungen
Die schwierige Lage der Wasserstoffwirtschaft war bei der diesjährigen Hyvolution nicht nur zu spüren, sie war auch messbar. Waren im vergangenen Jahr noch über 550 Aussteller und 15.000 Besucher anzutreffen in zwei Hallen, waren es dieses Jahr nur noch 400 Aussteller und 12.000 Besucher in einer Halle.
In den Vorträgen und Paneldiskussionen wurde eine mit Deutschland vergleichbare angespannte Marktlage deutlich, die vor allem durch komplizierte Regulatorik und damit mangelnde Planungssicherheit geprägt ist. Da bis auf Weiteres durch abgesagte oder verzögerte Projekte Skalierungseffekte ausbleiben, wird der Markthochlauf weiter verzögert.
Dies zeigt sich beispielsweise darin, dass mittlerweile deutliche Überkapazitäten in der Elektrolyseurproduktion bestehen, aber wenig Elektrolyseprojekte bei deren Kunden umgesetzt werden.
Deutscher Wasserstoff-Verband (DWV) und France Hydrogène unterzeichnen ein Memorandum of Understanding (MoU)
Mit dieser Vereinbarung setzen beide Verbände zu Beginn des Wasserstoffjahres 2026 ein klares politisches und industriepolitisches Signal für eine engere europäische Zusammenarbeit.
Das MoU wurde durch Silke Frank, Präsidentin des DWV, und Nicolas Brahy, Präsident von France Hydrogène, unterzeichnet und eng abgestimmt sowie unterstützt von Hydrogen Europe.
Der gemeinsame Anspruch: Planungssicherheit für Unternehmen schaffen, Investorenvertrauen stärken und die industrielle Skalierung von Wasserstoffprojekten in Europa beschleunigen: von Erzeugung über Transport- und Verteilinfrastruktur bis hin zu Nachfrage und Abnahme.
Hier wie auch beim abendlichen Emfpang in der Deutschen Botschaft zeigte sich, dass auch die Wasserstoffwirtschaft von den neuen geopolitischen Realitäten betroffen ist. Die Reaktion ist nicht nur ein engeres Zusammenrücken der größten nationalen Branchenverbände, sondern auch eine engere wirtschaftspolitische Zusammenarbeit. Als Beispiel für erfolgreicher Kooperationen stellten Air Liquide und Siemens Energy sowie die Stahl-Holding-Saar Gruppe (SHS-Gruppe) und Verso Energy (Power4Steel) ihre gemeinsamen Projekte vor.