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Hamburger Energienetze errichten H2-Connector Baustart für HH-WIN Energiezentrale

Schon im Herbst 2027 wird Hamburg mit der Inbetriebnahme des Hamburger Wasserstoff-Industrie-Netzes HH-WIN in die Energiezukunft starten. Mit dem H2-Connector entsteht auf dem früheren Kraftwerksgelände Moorburg die zentrale Infrastruktur für den Betrieb des Netzes. Hier laufen künftig die Energieströme zwischen Großelektrolyseur, bundesweitem Wasserstoff-Kernnetz und dem Verteilnetz HH-WIN zusammen. Die Hamburger Energienetze feierten jetzt in Anwesenheit von Hamburgs Umweltsenatorin Katharina Fegebank den Baustart des H2-Connectors.

Katharina Fegebank, Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Der H2-Connector wird eine grüne Schaltstelle für Wasserstoff, das bundesweite Netz und unsere Fabriken und Industrie im Hafen. Dass dieses Wasserstoff-Projekt an einem Ort entsteht, an dem noch vor wenigen Jahren Kohle verfeuert wurde, ist ein echter Meilenstein. Grüner Wasserstoff bringt uns saubere Energie und ist für uns ein zentrales Puzzleteil auf dem Weg zur Klimaneutralität - in Moorburg setzen wir es zusammen.“

Michael Dammann, Technischer Geschäftsführer der Hamburger Energienetze GmbH: „Für den Erfolg der Wasserstoffwirtschaft brauchen Abnehmer Wahlmöglichkeiten. Unser Anlagenpark HH-WIN H2-Connector erlaubt es, Energie aus der Elektrolyse vor Ort ins Netz einzuspeisen, aber auch aus dem Fernleitungsnetz und künftig aus dem Hafen Wasserstoff zu beziehen und sogar zu exportieren. Damit das gelingt, errichten wir hier bis 2027 eine Wasserstoff-Einspeiseanlage und eine Gasdruckregelanlage sowie deren Energieversorgung. Etwas später fügen wir noch eine Verdichterstation hinzu. Der Anlagenpark sorgt künftig für einen stabilen Betriebsdruck im Verteilnetz HH-WIN, speist lokal produzierten Wasserstoff ein und ermöglicht zugleich die für den Energietransport zwischen Hamburg und dem bundesweiten Kernnetz die notwendige Druckanpassung.“

Holger Matthiesen, Co-Geschäftsführer Hamburg Green Hydrogen Hub (HGHH): „Für Projekte wie den Hamburg Green Hydrogen Hub ist der Aufbau einer leistungsfähigen Wasserstoffinfrastruktur von zentraler Bedeutung. Unsere Anbindung an das Wasserstoffnetz HH-WIN schafft eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass grüner Wasserstoff aus unserer Elektrolyseanlage dort verfügbar wird, wo er benötigt wird – in Hamburg und darüber hinaus. Der heutige Meilenstein zeigt, wie die beteiligten Partner die verschiedenen Bausteine der Wasserstoffwirtschaft Schritt für Schritt zu einem funktionierenden Gesamtsystem zusammenführen.“

HH-WIN H2-Connector: Wasserstoff-Energiedrehscheibe für Hamburg

Das Hamburger Wasserstoff-Industrie-Netz HH-WIN wird bereits ab Herbst 2027 mit 40 Kilometern Netzlänge wesentliche Industrieareale rund um den Hamburger Hafen mit Wasserstoff versorgen können. Bis 2031 soll es bereits auf 60 Kilometer Länge wachsen. Aktuell ist gut die Hälfte der ersten 40 Trassenkilometer fertiggestellt – allen weiteren Abschnitten sind in Bau oder in der Auftragsvergabe. HH-WIN wird als Wasserstoff-Verteilnetz die Industrie mit einem Betriebsdruck von bis zu 25 Bar versorgen.

Weil im Fernleitungsnetz Hyperlink des Betreibers Gasunie, das Hamburg auf niedersächsischem Gebiet in der Gemeinde Rosengarten erreicht, ein Betriebsdruck von bis zu 70 Bar vorgesehen ist, errichten die Hamburger Energienetze eine Gasdruckregelanlage. Sie ist Teil des H2-Connectors. Angeschlossen an die zu HH-WIN gehörende Wasserstoff-Übernahmestation auf niedersächsischem Gebiet, kommt die Energie über eine mehr als 13 Kilometer lange 70-Bar-Hochdruckleitung in Moorburg an. Hier senkt die Anlage den Druck auf unter 25 Bar ab. Doch die Leitung kann in beide Richtungen Wasserstoff transportieren. Eine ebenfalls als Teil des H2-Connectors geplante Verdichterstation wird bei Energieexporten aus dem Verteilnetz HH-WIN ins Fernleitungsnetz den Druck von unter 25 Bar auf bis zu 70 Bar erhöhen. Zusätzlich nimmt eine Wasserstoff-Einspeiseanlage den Elektrolysewasserstoff des HGHH Projekts ins Hamburger Netz auf.

Der Anlagenpark ist so konzipiert, dass der H2-Connector für die Versorgung im Verteilnetz HH-WIN den nötigen Betriebsdruck bereitstellt. So können Hamburgs Industrieunternehmen auf eine sichere Versorgung mit Wasserstoff bauen. Die Anlagen in Moorburg werden in der ersten Ausbaustufe so ausgelegt, dass sie stündlich bis zu 200.000 Normkubikmeter an Wasserstoffenergie ins Fernleitungsnetz exportieren oder bis zu 360.000 Normkubikmeter nach Hamburg importieren können. Diese Transportleistung entspricht dem Verbrauch von 4.500 beladenen 40-Tonner-Lkw mit Wasserstoffantrieb bei voller Fahrt. Die Baukosten für den HH-WIN H2-Connector belaufen sich – ohne die Verdichterstation, die noch in der Projektierungsphase ist – auf rund 22,6 Mio. Euro. Davon sind etwa 16,3 Mio. Euro über die IPCEI-Förderung (Important Projects of Common European Interest des HH-WIN Gesamtprojekts abgedeckt. Wenn die Industrie den Verbrauch von jährlich 6,4 TWh fossilem Erdgas über HH-WIN durch klimaneutralen Wasserstoff ersetzt, kann ab 2032 rechnerisch eine CO2-Einsparung von 1,4 Mio. Tonnen pro Jahr erreicht werden.

Über Astrid Dose

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Reden, schreiben und organisieren – und das mit viel Spaß! So sehen meine Tage beim EEHH-Cluster aus. Seit 2011 verantworte ich die Öffentlichkeitsarbeit und das Marketing des Hamburger Branchennetzwerkes. Von Haus aus bin ich Historikerin und Anglistin, mit einem großen Faible für technische Themen.

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von Astrid Dose