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Fernwärmeausbau im Norden Hamburgs beginnt Hamburger Energiewerke legen Pläne vor
Die Hamburger Energiewerke erweitern ihr Fernwärmenetz im Norden Hamburgs. Ab März 2026 beginnen die Bauarbeiten für eine neue, rund 4,7 Kilometer lange Fernwärmeleitung. Diese schließt künftig unter anderem Lufthansa Technik und den Flughafen Hamburg an das städtische Fernwärmenetz an. Die neue Leitung verläuft entlang der Otto-Wels-Straße (ab Höhe Sydneystraße) über Traute-Lafrenz-Straße, Obenhauptstraße, Sportallee und Weg beim Jäger bis zum Flughafenareal. Zusätzlich wird eine Pumpstation errichtet, um den erforderlichen Transportdruck im Netz sicherzustellen.
Mit der neuen Fernwärmeleitung schließen die Hamburger Energiewerke das Unternehmen Lufthansa Technik und den Flughafen Hamburg an ihr Stadtnetz an. Durch die Umstellung auf Fernwärme können jährlich rund 17.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Darüber hinaus schafft die Leitung die Voraussetzung, ab den 2030er-Jahren weitere Wohn- und Geschäftshäuser sowie Unternehmen im Norden Hamburgs an das Fernwärmenetz anzuschließen. Das Projekt Fernwärmeausbau Nord leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Hamburger Klimaziele.
Erster Bauabschnitt ab März 2026
Die Bauarbeiten starten im Abschnitt Traute-Lafrenz-Straße zwischen Maienweg und Alsterkrugchaussee. In diesem Bereich werden Fernwärmetransportleitungen verlegt. Zudem entsteht vor der Kreuzung Alsterkrugchaussee ein Schacht für Streckenarmaturen. Die Arbeiten in diesem Abschnitt dauern voraussichtlich von März 2026 bis November 2026. Aufgrund der Dimension der Baustelle wird die Traute-Lafrenz-Straße zwischen Maienweg und Alsterkrugchaussee voll gesperrt. Anwohnerinnen und Anwohner können ihre Grundstücke weiterhin mit dem Pkw erreichen.
Verkehrshinweise für den ersten Bauabschnitt
Der Suhrenkamp sowie der Yvonne-Mewes-Weg werden für den Kfz-Verkehr jeweils als Sackgasse geführt.
- Anlieger aus dem Suhrenkamp (klein) erreichen ihre Grundstücke über den Rotbuchenhain.
- Der Yvonne-Mewes-Weg ist über den Moltrechtweg erreichbar.
Im Baustellenbereich entfallen alle öffentlichen Parkplätze. Es wird ein Halteverbot eingerichtet.
Der Fuß- und Radverkehr wird nicht eingeschränkt. Die Bushaltestellen Moltrechtweg und Brabandstraße entfallen während der Bauzeit.
Umleitungen:
- Richtung Norden über Bebelallee – Alsterdorfer Damm – Alsterkrugchaussee
- Richtung Süden über Alsterkrugchaussee – Alsterdorfer Damm – Bebelalle
Gesamtprojekt bis Ende 2028
Das Gesamtprojekt ist in zehn Abschnitte unterteilt. In den Abschnitten werden die Bauarbeiten zeitlich unabhängig voneinander durchgeführt. Voraussichtlich im Frühling 2027 startet der Bau der Pumpstation auf der Verkehrsinsel Traute-Lafrenz-Straße Höhe Rathenaustraße. Die Pumpstation ist ein weitgehend unterirdisches Bauwerk und dient der Sicherstellung des erforderlichen Leitungsdrucks.
Bau und Betrieb der Pumpstation erfolgen unter Einhaltung aller geltenden Richt- und Grenzwerte. Die ortsbildprägenden Bäume bleiben erhalten. Der Straßenverkehr wird durch die Baumaßnahmen nur temporär beeinträchtigt. Die Fertigstellung des Gesamtprojektes ist für Ende 2028 vorgesehen.
Alle Bautätigkeiten erfolgen in enger Abstimmung mit dem Bezirksamt Hamburg-Nord sowie den Verkehrsbehörden. So ist die jetzt startende Maßnahme mit den Bautätigkeiten von Hamburg Wasser auf der Alsterkrugchaussee und dem kommenden Schienenersatzverkehr der U1 abgestimmt. Ziel ist es, die Verkehrsbeeinträchtigungen für alle Beteiligten räumlich und zeitlich so gering wie möglich zu halten. Anlieger, Anwohnerinnen und Anwohner sowie Unternehmen werden rechtzeitig über den genauen Umfang und die Zeiten der Baustelle informiert.
Informationsveranstaltung für Anwohnerinnen und Anwohner, Interessierte sowie Unternehmen
Die Hamburger Energiewerke informieren im Rahmen einer Informationsveranstaltung über das Projekt.
Termin: Dienstag, 17. Februar 2026, 17 bis 19 Uhr
Ort: Ev.-luth. Kirchengemeinde Alsterbund, Gemeindehaus Martin-Luther, Bebelallee 156, 22297 Hamburg
Die Teilnahme an der Informationsveranstaltung ist zwischen 17 und 19 Uhr jederzeit möglich, da es sich um ein offenes Dialogformat handelt. Vor Ort stehen Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeiter für Fragen rund um das Projekt zur Verfügung.
Dialogangebot zum Fernwärmeausbau Nord
Für Gewerbetreibende sowie Anwohnerinnen und Anwohner stehen folgende Informations- und Kontaktmöglichkeiten zur Verfügung:
- Telefon: 040 6396 - 3450 (erreichbar Montag bis Freitag von 9-16 Uhr)
- E-Mail: fernwaermeausbau-nord@hamburger-energiewerke.de
- Website: www.henw.de/fernwaermeausbau-nord (ab dem 11. Februar 2026)
- Energieradar: Auf unserer Internetseite können interessierte Bürgerinnen und Bürger eine Ersteinschätzung über die Anschlusswahrscheinlichkeit Ihrer Immobilie an eines der Wärmenetze der Hamburger Energiewerke erhalten: waerme.hamburger-energiewerke.de
Die Hamburger Stadtwärmeerzeugung ändert sich in den kommenden Jahren grundlegend. Bis spätestens 2030 wird die Wärmeerzeugung aus Steinkohle durch die beiden Energieparks Hafen und Tiefstack vollständig ersetzt, bis 2040 wird die Wärmeversorgung klimaneutral. Im Energiepark Hafen liegt der Fokus auf Abwärme aus energieintensiven Industriebetrieben, einer Müllverwertungsanlage und aus Klärwerksprozessen. Der Anteil klimaneutraler Wärme wird für den Energiepark Hafen zusammen mit der Abwärme aus dem Zentrum für Ressourcen und Energie (ZRE) bei mehr als 55 Prozent liegen.