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„Ergebnisse der Onshore-Ausschreibungen klimapolitische Katastrophe für Deutschland“ EEHH-Mitglieder positionieren sich auf Husum Wind gegen Beteiligung von Windparks ohne BImSchG-Genehmigung im Ausschreibungsmodell

„Ergebnisse der Onshore-Ausschreibungen klimapolitische Katastrophe für Deutschland“
Jan Rispens, Norbert Giese, Johannes Schiel und Dr. Stefan Geiger (EEHH GmbH)

„Mit dem aktuellen Ausschreibungsmodell Onshore ist die ursprüngliche Idee der Bürgerenergie konterkariert worden“, so Dr. Stefan Geiger, GSK Stockmann + Kollegen auf dem Expertengespräch aus der Husum Wind 2017. Auf Einladung des EEHH-Clusters diskutierten neben Herrn Geiger Norbert Giese, Senvion SE, EEHH-Geschäftsführer Jan Rispens und Johannes Schiel, Vestas Central Europe über die Auswirkungen des neuen Ausschreibungsmodells. Bereits im Vorfeld der Messe hatte das EEHH-Cluster öffentlich gefordert, Projekte ohne BImSchG-Genehmigung nicht mehr am Wettbewerb teilhaben zu lassen. (Link)

BImSchG-Genehmigung Voraussetzung für Teilnahme an Ausschreibungen

„Wir verstehen uns als Freunde der Bürgerenergie. Ich selbst habe bereits 1986 in Hamburg den ersten Bürgerwindpark ins Leben gerufen. Aber bereits in den Anfängen der Windenergie galten BImSchG-Genehmigung als Grundvoraussetzung“, erklärte Norbert Giese, Senvion SE, und warnte: „Wir als Hersteller befinden uns noch in einer halbwegs erträglichen Lage, aber wie wird es kleineren Dienstleister ergehen? Wir erleben schon 2017 einen deutlichen Rückgang im Neugeschäft. Die aktuelle Entwicklung bedeutet für Deutschland eine energie- und klimapolitische Katastrophe.“

Politiker ohne deutsche Positionierung in Energiepolitik

Auf die zentrale Bedeutung von Planungssicherheit für die gesamte Windbranche wies Johannes Schiel, Vestas Central Europe, hin. Außerdem kritisierte er, dass sich im laufenden Bundestagswahlkampf im Bereich Energiepolitik nicht mehr klar positioniert wurde. EEHH-Geschäftsführer Jan Rispens schloss damit: „Wir fordern, dass nur noch Projekte mit BImSChG-Genehmigung an Onshore-Ausschreibungen teilnehmen dürfen. Damit nicht genug - wir werden gemeinsam mit anderen Verbänden an einem detaillierten Forderungskatalog arbeiten. Mit diesem werden wir an die neue Bundesregierung herantreten“.

Aktuell läuft die dritte Ausschreibungsrunde. Bis zum 2. November dürfen Gebote eingereicht werden. Die Bedingungen sind unverändert.

Über die Autorin

Profilbild zu: Astrid Dose

Reden, schreiben und organisieren – und das mit viel Spaß! So sehen meine Tage beim EEHH-Cluster aus. Seit 2011 verantworte ich die Öffentlichkeitsarbeit und das Marketing des Hamburger Branchennetzwerkes.

Von Haus aus bin ich Historikerin und Anglistin, mit einem großen Faible für technische Themen.

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