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Energiewende verbindet Afrika und Hamburg

Energiewende verbindet Afrika und Hamburg
Kapstadt (Katharina Wieland Müller/pixelio)

Hamburg positioniert sich als eine wichtige Modellregion für die vernetzte Energiewende. Eine bilaterale Zusammenarbeit zwischen Hamburg und Regionen in Afrika kann dabei unterstützen, Infrastruktur und Wertschöpfungsketten der erneuerbaren Energien in Afrika aufzubauen und gleichzeitig zum Markthochlauf der Wasserstoffwirtschaft und zur Dekarbonisierung der Industrie in Hamburg bzw. Deutschland beitragen.

Deutsche Energiepartnerschaften mit afrikanischen Ländern

Zwischen Deutschland und mehr als 20 Ländern bestehen die Energiepartnerschaften, darunter fünf aus Afrika: Algerien, Äthiopien, Marokko, Südafrika und Tunesien. Durch die Energiepartnerschaften soll der politische Austausch auf Regierungsebene gefördert und Impulse für wirtschaftliche und unternehmerische Kooperation und Innovation gesetzt werden. Obwohl jedes afrikanische Partnerland aufgrund der individuellen energiepolitischen Rahmenbedingungen, der Versorgungssituation und der geografischen Lage unterschiedliche Interesse und Bedürfnisse hat, gehören Energieeffizienz im Gebäude und in der Industrie, grüner Wasserstoff, Power-to-X und Speicherlösungen zu den Schlüsselthemen der bilateralen Kooperation.

Im Themenfeld Wasserstoff ist Hamburg ein zentraler Partner für afrikanische Länder. Hamburg erfüllt wesentliche Voraussetzungen für das Erreichen des Markthochlaufs der internationalen Wasserstoffwirtschaft: eine vollständige Wasserstoffwertschöpfungskette und der Hafen als Knotenpunkt für Importe.

15. German African Energy Forum in Hamburg

Am 1. und 2. Juni 2022 organisierte der Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft e.V. zum 15. Mal das German-African Energy Forum unter dem Motto „Turning Tables and Breaking Habits: Energie Transition through Africa’s lens“ in Hamburg. Vertreter*innen aus 35 afrikanischen Ländern, darunter 13 Regierungsdelegationen, diskutierten mit Entscheidungsträger*innen der deutschen Politik und Wirtschaft über die Rahmenbedingungen und Möglichkeiten der Kooperation in vielfältigen Energiethemen.

Hamburg und Cape Town kooperieren im Rahmen des EU-Programms „ICP-International City Partnerships“

Im Rahmen einer Studienreise vom 13. bis 17. Juni 2022 besichtigen Vertreter*innen der Stadt Cape Town Hamburger Projekte in den Bereichen Wasser/Abwasser, Energiewende und Abfallwirtschaft. Das EEHH-Cluster ist mit der Senatskanzlei und der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft gemeinsam für die inhaltliche Ausgestaltung verantwortlich. Auf der Agenda stehen Gesprächstermine bei Stromnetz Hamburg, eine Führung durch Energiebunker und ein Besuch beim Technologiezentrum Energie-Campus der HAW Hamburg.

Die Studienreise ist Teil des EU-Projektes International City Partnerships: Acting for Green and Inclusive Recovery (IPC-AGIR), das vom Oktober 2021 bis März 2023 stattfindet mit dem Ziel, durch Förderung nachhaltiger und integrierter Stadtentwicklung und Identifikation von innovativer Politik und Programmen einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität in teilnehmenden Städten zu leisten. Insgesamt 28 Städte aus Asien, Europa, Kanada und Südafrika nehmen an dem EU-Programm teil. Hamburg und Cape Town (Südafrika) arbeiten im thematischen Cluster Circular Economy zusammen.

Weitere Informationen zum EU-Projekt ICP-AGIR: http://icp-agir.eu/

 

Über Jingkai Shi

Profilbild zu: Jingkai Shi

Ich bin seit April 2022 beim EEHH-Cluster und betreue internationale Kooperationen im Themenfeld Erneuerbare Energien. Im Rahmen der bisherigen Tätigkeiten in der Wirtschafts-/Investitionsförderung auf kommunaler und Landesebene habe ich eine Leidenschaft und Affinität zum Thema Erneuerbare Energien entwickelt. Ich freue mich, gemeinsam mit Partnern die Energie der Zukunft der Freien und Hansestadt Hamburg mitzugestalten.

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