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Energiewende: Deutlicher Anstieg klimaneutraler Wärme bei Hamburger Energiewerken Geschäftsergebnis 2025 erneut leicht über Plan

Energiewende: Deutlicher Anstieg klimaneutraler Wärme bei Hamburger Energiewerken
Kirsten Fust, Senatorin Fegebank, Christiane Preuß und Michael Prinz stellen das Geschäftsergebnis 2025 vor. | Credit: Hamburger Energiewerke

Seit 2022 haben die Hamburger Energiewerke bereits rund 1,5 Milliarden Euro in die Wärmewende Hamburgs investiert. Mit Erfolg: Rund ein Drittel der Hamburger Wärme im Stadtnetz stammt mittlerweile aus klimaneutralen Quellen. Seit dem vergangenen Jahr liefert der Kupferhersteller Aurubis Abwärme an die Hamburger Energiewerke. Dank des neuen Wärmespeichers auf der Peute kann die Wärme flexibel in das Hamburger Stadtnetz eingespeist werden. Der Abwärme-Anteil aus Industrie und Müllverwertung beträgt im Fernwärmemix damit inzwischen 31 Prozent (2022: 19 Prozent). Umgerechnet 540.000 Wohneinheiten profitieren von der Dekarbonisierung durch die HEnW.

Für Privathaushalte bieten die Hamburger Energiewerke seit dem vergangenen Jahr PV-Anlagen und Wärmepumpen an. In Zusammenarbeit mit regionalen Handwerkspartnern installieren sie seit vergangenem Sommer PV-Anlagen. Pünktlich zu Beginn der Heizperiode startete auch das Angebot für Wärmepumpen. Seitdem verzeichneten die HEnW rund 250 Anfragen für PV-Anlagen und über 500 Anfragen für Wärmepumpen. Mittlerweile ist das Angebot auch um Wallboxen erweitert und damit ein echtes Rundum-sorglos-Angebot für Hamburger Privathaushalte.  

 

Auch den Ausbau der erneuerbaren Energien haben die HEnW in 2025 vorangebracht: Im Frühjahr hat der städtische Energieversorger Mehrheitsanteile an zwei Freiflächen-Solarparks mit Batteriespeicher nahe Schwerin übernommen, zudem ging der eigene Solarpark Northeim ans Netz. Die drei Anlagen haben seitdem in 2025 rund 45.000 Megawattstunden Ökostrom erzeugt. Damit können 18.000 Haushalte mit zwei Personen und einem Jahresverbrauch von 2.500 Kilowattstunden versorgt werden. Die Hamburger Energiewerke haben es sich zum Ziel gesetzt, bilanziell stets mindestens die Hälfte des Kundenstrombedarfs mit eigenen erneuerbaren Anlagen zu erzeugen.

Katharina Fegebank, Aufsichtsratsvorsitzende der Hamburger Energiewerke und Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Die Hamburger Energiewerke und die Stadt Hamburg halten Kurs in energiepolitisch stürmischen Zeiten. In Hamburg lassen wir uns vom Bund nicht von unserem Ziel der Wärme- und Energiewende abbringen. Die Hamburger Energiewerke sind ein starker Partner für die Wärme und Energie der Zukunft in einem komplexen Feld. Aufgrund des Rückkaufes der Wärmeversorgung und der Energienetze hat Hamburg zentrale Energieinfrastrukturen in öffentlicher Verantwortung. So können wir die Transformation der Wärmeversorgung in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten gemeinsam aktiv gestalten. Diesen Weg setzen wir konsequent fort – mit erneuerbaren Energien, resilienten Infrastrukturen und mehr Unabhängigkeit in einer angespannten globalen Lage.“

Kirsten Fust, Sprecherin der Geschäftsführung der Hamburger Energiewerke: „Wir halten klar Kurs auf den Kohleausstieg bis spätestens Ende 2030. Bei unseren beiden modularen Energieparks sind wir im vergangenen Jahr gut vorangekommen. Der Energiepark Hafen ist auf der Zielgeraden. Zugleich gilt für uns jederzeit: Die verlässliche Wärmeversorgung unserer Kundinnen und Kunden muss stets gewährleistet sein.“

Christiane Preuß, Geschäftsführerin der Hamburger Energiewerke: „Die Energiewende braucht entschlossene Investitionen: Bis 2030 wollen wir rund 1,87 Milliarden Euro in unser Fernwärmesystem und gut 700 Millionen Euro in den Ausbau der erneuerbaren Energien investieren. Dafür brauchen wir vor allem auf Bundesebene Planungssicherheit bei Förderprogrammen und dem regulatorischen Rahmen.“

Michael Prinz, Geschäftsführer der Hamburger Energiewerke: „Die Fernwärme bleibt das Rückgrat der Hamburger Wärmewende. Sie ist jedoch nicht für alle Hamburgerinnen und Hamburger verfügbar oder wirtschaftlich. Deshalb bieten wir seit dem vergangenen Herbst auch Wärmepumpen für zuhause an und schließen gezielt die Lücke zu unseren Wärmenetzen. Die starke Nachfrage zeigt: Wir werden in Hamburg als verlässlicher Partner für klimafreundliches und zukunftssicheres Heizen wahrgenommen.“

 

Energiepark steht in den Startlöchern, Heizkraftwerk Wedel gewährleistet Versorgungssicherheit

Einzelne Komponenten wie die Power-to-Heat-Anlage, die Abwasser-Wärmepumpe sowie der Wärmespeicher sind soweit fertiggestellt. Auch die Südleitung, die den Energiepark Hafen in das Stadtnetz einbindet, ist startklar und bis kurz vor das Grundstück der neuen Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD) mit Wasser befüllt. Alle Komponenten gehen in Betrieb, sobald die GuD reibungslos in Betrieb ist. Die GuD, die die klimaneutralen Wärmequellen bündelt, ist zu über 90 Prozent fertiggestellt. Nach aktuellem Planungsstand soll sie nach wie vor Ende des Jahres in Betrieb sein. Der beauftragte Generalunternehmer (GU) berichtet wöchentlich über den Baufortschritt. Etwaig erforderliche Beschleunigungs- und Abhilfemaßnahmen werden kurzfristig zwischen GU und HEnW abgestimmt und anschließend in die Wege geleitet. Die Versorgungssicherheit hat beim Wechsel der Kraftwerke Priorität: Daher sichert das Heizkraftwerk Wedel den Betrieb der neuen GuD-Anlage ab und läuft bis zum Ende der Heizperiode 2026/2027 parallel, um danach in die Konservierung zu gehen. Die Hamburger Energiewerke planen weiterhin, das Heizkraftwerk Wedel ab dem 1. Juli 2027 stillzulegen.

Über Tim Zeige

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Als Projektleiter Wasserstoffwirtschaft Norddeutsches Reallabor (NRL) & operative Begleitung der Norddeutschen Wasserstoffstrategie (NDWS) unterstütze ich das Team der EEHH vielfältig: (B2B) Kommunikation & Marketing, Redaktionelle Tätigkeiten Events uvm. Besonders treibt es mich an meine Fähigkeiten einzusetzen, um innovativen Technologien wie Wasserstoff eine Bühne zu bieten.

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von Tim Zeige