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News-Details Sonderbeitrag der Offshore-Windenergie für das 65 Prozent-Ziel in 2030 nutzen

von Astrid Dose

Branche bietet der Politik schnelle Unterstützung an

Wind Energy Hamburg 2018 (HH Messe und Congress GmbH)
Wind Energy Hamburg 2018 (HH Messe und Congress GmbH)

Mit dem im Koalitionsvertrag vorgesehenen 65 Prozent-Ziel des Ökostromanteils bis 2030 soll die Energiewende sauber, sicher und bezahlbar fortgesetzt werden. Die deutsche Offshore-Windindustrie wird dabei eine tragende Säule dieses grünen Energiemixes der Zukunft sein. So drehen sich die Anlagen auf See kostengünstig annähernd das ganze Jahr über, bieten eine stetige Energieeinspeisung und eine gute Vorhersage der Stromproduktion. Bei der Transformation des deutschen Energiesystems bieten die Offshore-Windenergieverbände Bundesverband der Windparkbetreiber Offshore e.V. (BWO), Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH e.V.), windcomm schleswig-holstein e.V., die Stiftung OFFSHORE-WINDENERGIE, Wind Energy Network e.V. (WEN) und der WAB e.V. der deutschen Bundesregierung ihre Unterstützung an.

Die Offshore-Verbände begrüßen ausdrücklich die Äußerung des parlamentarischen Staatssekretärs im Bundeswirtschaftsministerium Thomas Bareiß, der eine Erhöhung des derzeit gedeckelten Ausbaupfades in Aussicht stellt und einen Ausbau der Offshore-Windenergie auf 20 GW (Gigawatt) bis zum Jahr 2030 für möglich hält. Um das 65 Prozent-Ziel zu erreichen und das weitere Potenzial der Offshore-Windenergie für die deutsche Energiewende zu nutzen, ist eine Erhöhung des Ausbaupfades auf mindestens 20 GW bis zum Jahr 2030 jetzt zwingend notwendig, betonen die Branchenorganisationen.

Als erster Schritt sollte daher der im Koalitionsvertrag verankerte Sonderbeitrag realisiert werden. Die Branche hält einen Sonderbeitrag von rund 2 GW für umsetzbar. Denn es gibt freie Konverter- bzw. Netzkapazitäten, die bereits Ende 2019 oder Anfang 2020 vergeben und in der ersten Hälfte des 2020er Jahre installiert werden könnten. Dazu sollten unverzüglich gemeinsam mit der Branche Umsetzungsmöglichkeiten erörtert werden. Die gesetzlichen Grundlagen können dann im Rahmen der Beratungen zum Klimaschutzgesetz geschaffen werden. Auch volkswirtschaftlich ist eine Anhebung der Ausbauziele von Vorteil. So könnten die aktuell 24.500 Arbeitsplätze in der Branche auf rund 35.000 bis zum Jahr 2035 anwachsen und der Umsatz um etwa 7 Milliarden Euro bis zum Jahr 2035 steigen.

Die Fridays-For-Future-Bewegung und die Europawahl haben die Bedeutung des Klimaschutzes in die breite Öffentlichkeit und in den politischen Fokus gerückt. Aus Sicht der deutschen Offshore-Verbände sollte die Bundesregierung die Potenziale der Offshore-Windenergie nun schnell nutzen, denn die Unterzeichner teilen die Sorge, dass Deutschland das 65 Prozent-Ziel verfehlen wird. Die Windenergie auf See kann aufgrund ihrer energiewirtschaftlichen Vorteile wie eine hohe Anzahl an Volllaststunden als Fundament der Energiewende deutlich mehr leisten, als die Pläne der Bundesregierung derzeit vorsehen.

Die Offshore-Verbände betonen, dass künftig durch die Sektorkopplung immer mehr grüner Strom notwendig sein wird, um neben der Stromversorgung auch die Wärmeversorgung, den deutschen Verkehrssektor, die chemische Industrie und die Stahlindustrie im internationalen Markt zukunftsfähig aufzustellen. Die Offshore-Windenergie kann einen Teil des benötigten grünen Stroms liefern und gleichzeitig Arbeitsplätze in der deutschen Wertschöpfungskette neu schaffen und sichern. Auch die Erzeugung von grünem Wasserstoff durch Offshore-Windstrom kann dabei eine wichtige Rolle spielen.

Bis zum Jahr 2030 kann die Industrie mindestens 20 GW realisieren, bis 2035 sind es mindestens 30 GW. Zudem entwickeln sich derzeit neue Technologien im Bereich Wasserstoff und E-Mobilität rasant. Unter Berücksichtigung der Entwicklung neuer Speichertechnologien und der Bedarfe aus dem Bereich der Sektorkopplung ist ein Zielpfad von 35 GW bis zum Jahr 2035 denkbar.

Über den Bundesverband der Windparkbetreiber Offshore e.V.

Der Bundesverband der Windparkbetreiber Offshore (BWO e.V.) ist der Bundesverband aller Unternehmen, die in Deutschland Windparks planen, errichten und betreiben. Damit bündelt der BWO die Kraft und das Know-how für eine erfolgreiche Energiewende in Deutschland und Europa. Der BWO wurde Anfang 2015 zunächst als Arbeitsgemeinschaft Offshore-Wind (AGOW) gegründet und hat mittlerweile 17 Mitglieder.

Über das Renewable Energy Hamburg Cluster (EEHH)

Branchennetzwerk Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH): Mit derzeit mehr als 190 Unternehmen und Institutionen bündelt das EEHH-Cluster die Kompetenzen von Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Institutionen aus der Metropolregion Hamburg im Erneuerbaren-Energien-Sektor.

Über den windcomm schleswig-holstein e. V.

Der windcomm schleswig-holstein e. V. ist ein Verein der schleswig-holsteinischen Windbranche. Er bündelt das Know-how der Onshore- und Offshore-Industrie des Landes und vertritt deren Interessen zusammen mit seinen  Partnern gegenüber der Politik.  Der windcomm schleswig-holstein e.V. fördert die Aktivitäten des Branchen-clusters Netzwerkagentur Erneuerbare Energien Schleswig-Holstein (EE.SH). 

Über die Stiftung OFFSHORE-WINDENERGIE

Die gemeinnützige Stiftung der deutschen Wirtschaft zur Nutzung und Erforschung der Windenergie auf See wurde 2005 auf Initiative der Branche und unter Moderation des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gegründet. Ziel der Stiftung ist es, die Rolle der Offshore-Windenergie im Energiemix der Zukunft in Deutschland und Europa zu festigen und ihren Ausbau im Interesse von Umwelt- und Klimaschutz voranzutreiben.

Über das WindEnergy Network e.V.

Der WindEnergy Network e.V. (www.wind-energy-network.de) mit Sitz in Rostock ist das führende Unternehmensnetzwerk für Windenergie in der Nordost-Region und bundesweiter Ansprechpartner für die Onshore- und Offshore-Windenergiebranche in Deutschland. Mit derzeit 125 Mitgliedsunternehmen versteht sich der Verein als Plattform der gesamten Wertschöpfungskette der Windenergie. Durch aktive Sach- und Gremienarbeit, Vernetzung, Bündelung von Informationen, Interessenvertretung und Öffentlichkeitsarbeit setzt sich der Verein aktiv für die Verbesserung der Rahmenbedingungen, die positive Wahrnehmung der Branche sowie eine erfolgreiche Energiewende ein. Als Netzwerk für die Windenergie an Land und auf See ebnen wir Kontakte in die Branche sowie zu Universitäten, Forschungseinrichtungen, Verwaltung und Politik.

Über den WAB e.V.

Der WAB e.V. ist das führende Unternehmensnetzwerk für Windenergie in der Nordwest-Region und bundesweiter Ansprechpartner für die Offshore-Windenergiebranche in Deutschland. Dem Verein gehören Unternehmen und Institute aus allen Bereichen der Windenergie-Industrie, der maritimen Industrie sowie der Forschung an.

Medienkontakt:
Astrid Dose
EEHH GmbH
Tel: 040/694573-12
E-Mail: astrid.dose@eehh.de

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