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8. Sitzung im Forum Wind
Als Referierende durften wir Max Augustin von Dr. Augustin Umelttechnik und Fredrik Hoffman von der HPA begrüßen.
Im ersten Vortrag stellte Max Augsutin den Masterplan Wind vor, welcher von Dr. Augustin Umwelttechnik im Jahr 2024 im Auftrag der BUEKA und HPA erstellt worden ist. Im Rahmen des Masterplans wurden 43 potenzielle Standorte für neue Windenergieanlagen im Innenbereich des Hafens geprüft. Ursprünglich standen dem Windenergieausbau im Hafen die Anflugsektoren für Privatflieger entgegen. Dieses Hemmnis konnte beseitigt werden, indem die Anflugsektoren um einige Kilometer nach Osten verlegt wurden. Ein weiterer Aspekt, der im Kontext des Windausbaus im Hafen gegenwärtig noch geprüft werden muss, ist der Artenschutz. Daher wurden KI-gestützte Kamerasysteme im Hafenareal installiert, um den Vogelzug zu erfassen. Gegenwärtig wird noch auf die Auswertung der Daten seitens der zuständigen Behörden gewartet. Wenn die Ergebnisse vorliegen, kann eine abschließende Aussage zu realisierbaren Windstandorten getroffen werden.
Im zweiten Vortrag ging Fredrik Hoffman auf die Pläne der HPA zum Windenergieausbau im Hafen ein. Dabei erläuterte er zunächst die aktuelle Arbeit einer neu eingerichteten Lenkungsgruppe Wind, u.a. mit Beteiligten aus den Behörden, der HPA, der HHLA, den HEnW und den HNE. Im Kern geht es darum, abgestimmte Lösungsstrategien für den Windausbau im Hafen zu erarbeiten und Verhinderungsgründe wie Störfallbetrieb, Vogelzug, Stadtbild oder Denkmalschutz zu diskutieren und Restriktionen abzubauen. Für die Umsetzung von Erneuerbare-Energien-Projekten im Hafen wurde 2024 die Erneuerbare Hafenenergie Hamburg GmbH (EHH) als Joint Venture von HPA und HEnW gegründet. Gegenwärtig befinden sich 4 Windprojekte vor der BImSch[FF1] -Einreichung und weitere werden im Rahmen von Machbarkeitsuntersuchungen geprüft. Zudem ist die Installation von PV-Anlagen geplant. Im Hinblick auf die Abnehmerseite sollen in erster Linie einzelne industrielle Abnehmer direkt mit Grünstrom beliefert werden, aber auch die Landstromnutzung an Kreuzfahrt- und Containerterminals oder die H2-Produktion in Moorburg als „Ankerlasten“ für Windstrom, werden eine tragende Rolle im „Energiesystem Hafen“ spielen. Zudem werden auch Flexibilisierungsoptionen u.a. unter Einsatz von Batteriespeichern geprüft. In diesem Zusammenhang plant auch die HHLA seine steuerbaren Lasten flexibel zu „fahren“. Beispielsweise durch das variable Laden von elektrischen Trailern. Grundsätzlich stellte Fredrik Hoffman klar, dass der EE-Zubau im Hafen sinnvoll ist, da die Anlagen den Strom genau dort erzeugen, wo er verbraucht wird.
Im Anschluss an die Vorträge bestand ausreichend Raum für Fragen an die Referenten und zur Diskussion unter den Teilnehmern, bevor die Sitzung beim lockeren Networking ihren Ausklang fand.