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Informationsreise: Windkraft für Mexiko

Im Rahmen der Exportinitiative Energie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) organisiert die energiewaechter GmbH in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Mexikanischen Industrie- und Handelskammer vom 19. bis 23. September 2016 eine Informationsreise zum Thema „Windkraft“.

Im Rahmen der Reise werden sich Vertreter des lateinamerikanischen Landes aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft über das Thema informieren und deutsche Unternehmen besuchen.

Wenn Sie der Delegation Ihr eigenes Referenzprojekt vorstellen und erste Kontakte knüpfen möchten, melden Sie sich bitte bei der energiewaechter GmbH bei Frau Mareike Rösler. Sie haben darüber hinaus die Möglichkeit, die Delegationsteilnehmer auf der halbtägigen Auftaktveranstaltung am 19. September 2016 in Hamburg kennenzulernen.

Die energetische Nutzung der natürlichen Gradientkraft des Windes stößt in Mexiko aufgrund der geographischen Lage und des Profils auf besonders gute Bedingungen. So wird z.B. allein das Potenzial für den Bundesstaat Oaxaca, der sich durch mittlere Windgeschwindigkeiten von 7 bis 10 m/s auf 50 m Höhe auszeichnet, laut des mexikanischen Verbandes für Windenergie AMDEE auf gegenwärtig 5.780 MW geschätzt. Das gesamte Windenergiepotenzial Mexikos wird auf mehr als 50.000 MW berechnet.
Aktuell sind 3.283 MW installierte Kapazität im Land vorzufinden, die mit Hilfe von 37 Windparks in den Bundesstaaten Oaxaca, Baja California, Chiapas, Jalisco, Tamaulipas, San Luis Potosi, Puebla und Nuevo Leon erzeugt werden. Laut den Informationen, die AMDEE vorliegen, sind weitere 6.000 MW bereits genehmigt, so dass bis 2018 mindestens 10.721 MW installiert sein werden.

In Mexiko erfolgt der Betrieb von Windparks zumeist als unabhängige Produktion, Selbstversorgung und Kleinproduktion. So gibt es aktuell über 200 Unternehmen aus dem Bergbau, der Stahl- und Zementerzeugung, dem Automobil-, Lebensmittel-, und Getränkesektor sowie Supermärkten, die Strom von Windparks in Mexiko zu wettbewerbsfähigen Preisen für die Selbstversorgung beziehen. Großunternehmen wie Walmart, Bimbo, Grupo Modelo, Mittal, Cemex, Salinas Grupo Mexico, Peñoles und Herdez haben Windparks für den Eigenbedarf geplant, bauen lassen oder betreiben diese bereits.

Da der Markt hauptsächlich von spanischen Firmen, wie Acciona und Iberdrola dominiert wird, müssen deutsche Firmen weiterhin nach Strategien suchen, um in der Windenergie in Mexiko aktiv zu werden. Eine Strategie kann dabei sein, sich durch Joint Venture mit den dominierenden Wettbewerbern zusammenzuschließen. Ein Beispiel hierfür stellt das deutsche Unternehmen Nordex dar, welches sich 2016 mit Acciona zusammenschließen wird.

Über die Informationsreise hinaus gibt es weitere Möglichkeiten, sich mit den Potenzialen und Marktchancen im Zielmarkt vertraut zu machen:

Am 13. September 2016 findet eine Informationsveranstaltung zum Thema „Bioenergie, Abfallbehandlung und Entsorgung in Mexiko“ in Frankfurt / Main statt.

Im September 2016 findet in Mexiko-Stadt / Mexiko die Messe „The Green Expo“ statt, eine internationale Fachmesse für erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Die Exportinitiativen bieten im Rahmen des Auslandsmessesonderprogramms des BMWi deutschen Unternehmen die Möglichkeit, Mitaussteller auf einem Gemeinschaftsstand unter dem Motto „Made in Germany“ zu werden.

Vom 17.-21.2016 wird außerdem eine AHK-Geschäftsreise nach Mexiko zum Thema „Solarthermie und Photovoltaik in Gebäuden“ geben.

Zudem hat am 24. Mai 2016 in Berlin die Auftaktveranstaltung zur Konsortialreise Solarenergie in Mexiko stattgefunden. Die Veranstaltung diente dem persönlichen Kennenlernen und der gemeinsamen Zielfindung potenzieller Geschäftspartner, die durch Zusammenarbeit den finanziellen und personellen Aufwand bei der Markterschließung reduzieren möchten.