Event-Details

18. Branchentag Windenergie NRW

Lorenz Kommunikation
Veranstalter: Lorenz Kommunikation
Zeughaus Neuss, Markt 42-44, 41460 Neuss

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Am 30. Juni und 1. Juli 2026 wird das Zeughaus Neuss erneut zum Treffpunkt der Energiewirtschaft in Nordrhein-Westfalen. Der 18. Branchentag Windenergie NRW zeigt, wie sehr sich die Debatte verändert hat: Windenergie bleibt der Kern – an Land wie auf See. Gleichzeitig rücken die eigentlichen Systemfragen der Energiewende immer stärker in den Mittelpunkt.

Mit mehr als 80 Referentinnen und Referenten aus Wirtschaft, Politik, Behörden, Wissenschaft und Praxis gehört der Branchentag auch 2026 zu den zentralen Foren der Branche. Unter der Schirmherrschaft von Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen sowie stellvertretende Ministerpräsidentin, geht es in Neuss um weit mehr als den Ausbau einzelner Anlagen: Im Fokus stehen die Voraussetzungen für ein stabiles, bezahlbares und widerstandsfähiges Energiesystem.

 

NRW als Ort der Systemdebatte

Nordrhein-Westfalen ist Energie-, Industrie- und Transformationsland zugleich. Hier treffen energieintensive Industrie, kommunale Praxis, innovative Unternehmen, Netzinfrastruktur, Speicherfragen und politische Steuerung unmittelbar aufeinander. Genau deshalb wird der Branchentag mehr und mehr zu einem Ort, an dem nicht nur über Windenergie gesprochen wird, sondern über das Zusammenspiel des gesamten Energiesystems.

 

Onshore und Offshore gemeinsam im Blick

Die Windenergie bleibt dabei die tragende Säule. Onshore-Wind ist und bleibt für NRW als Flächenland zentral. Zugleich gewinnt auch Offshore-Wind für Nordrhein-Westfalen weiter an Bedeutung – als Bestandteil eines diversifizierten Stromsystems, als Impulsgeber für industrielle Wertschöpfung und als strategischer Faktor für die Versorgung von Industrieclustern mit erneuerbarer Energie und perspektivisch auch grünem Wasserstoff.

 

Sicherheit, Resilienz und Cybersecurity

Ein wichtiger Schwerpunkt des Branchentags liegt auf der Frage, wie Sicherheit in einem erneuerbaren Energiesystem neu gedacht werden muss. Dazu gehören die physische Sicherheit und Resilienz kritischer Infrastrukturen ebenso wie die wachsenden Anforderungen an Cybersecurity. Mit zunehmender Digitalisierung steigen auch die Anforderungen an Schutz, Steuerbarkeit und Robustheit.

 

Digitalisierung, KI, Speicher und Netze

Auch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz rücken stärker in den Fokus. Im Mittelpunkt stehen konkrete Anwendungen: datenbasierte Betriebsoptimierung, vorausschauende Wartung, bessere Steuerung von Erzeugung und Verbrauch, schnellere Genehmigungs- und Planungsprozesse sowie neue Möglichkeiten für Netzbetrieb und Flexibilitätsmanagement.

Ebenso zentral sind Speicher und Netze. Der Ausbau der Erzeugung allein reicht nicht aus, wenn Netze, Anschlusskapazitäten und Systemintegration nicht Schritt halten. Deshalb greift der Branchentag sowohl die Speicherfrage in technischer, wirtschaftlicher, regulatorischer und juristischer Hinsicht auf als auch die Herausforderungen rund um Netzengpässe, Infrastrukturplanung und Systemintegration.

 

Kommunen, Industrie und Wertschöpfung

Von besonderer Bedeutung ist die kommunale Ebene. Kommunen sind Genehmigungsraum, Beteiligungsraum, Akzeptanzraum und Umsetzungsraum zugleich. Der Branchentag widmet sich deshalb intensiv dem Verhältnis von Kommunen und Windenergie – von rechtssicheren Entscheidungen über Beteiligung und regionale Wertschöpfung bis hin zur Frage, wie unterschiedliche Interessen vor Ort besser zusammengeführt werden können.

Gerade für Nordrhein-Westfalen ist auch das Verhältnis von  Industrie und Windenergie von herausragender Bedeutung. Die Dekarbonisierung der Industrie braucht verlässliche, bezahlbare und skalierbare erneuerbare Energie. Zugleich hängen an der Windenergie selbst erhebliche industrielle Potenziale – von Komponenten und Dienstleistungen bis hin zu neuen Wertschöpfungsketten rund um Elektrifizierung, Wasserstoff und systemische Infrastruktur.

 

Rückbau, Repowering und Nachnutzung

Mit Blick auf die nächste Phase der Windenergienutzung nimmt die Veranstaltung zudem Rückbau, Repowering und Nachnutzung in den Blick. Was geschieht mit Windenergieanlagen nach dem Auslaufen der EEG-Vergütung? Welche technischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Optionen bestehen für Weiterbetrieb, Repowering, Rückbau oder alternative Nachnutzung? Diese Fragen gewinnen zunehmend an Bedeutung.

 

Mehr als Windenergie

Der Branchentag Windenergie NRW bleibt damit seiner Herkunft treu und entwickelt sich zugleich konsequent weiter: Windenergie steht weiterhin im Zentrum – aber sie wird zunehmend als Teil eines größeren Zusammenhangs verstanden.