Details

Umsetzung eines lokalen Batterie-Kreislaufsystems: „Future Battery-Hub-IQ“ Kreislaufwirtschaft für Batterien - Blogbeitrag III/III

Das innovative Gewerbegebiet bei Itzehoe „InnoQuarter“ vereint ein Forschungszentrum des Frauenhofer ISIT, mit (Produktions-)Unternehmen und Start-Up Büros. Das Ökosystem ist spezialisiert auf Mikrotechnologie, Batteriespeicher, Erneuerbare Energien, Informationstechnologien und in Themen im Bereich Industrie 4.0 und Produktionstechnologien.

Dies ist der dritte Teil der dreiteiligen Blogreihe zu Kreislaufwirtschaft für Batterien – hier finden Sie den ersten und zweiten Teil. In diesem letzten Teil geht es um die Umsetzung eines lokalen Batterie-Kreislaufsystems am InnoQuarter in Itzehoe.

Umsetzung eines lokalen Batterie-Kreislaufsystems

Das innovative Gewerbegebiet bei Itzehoe „InnoQuarter“ vereint ein Forschungszentrum des Frauenhofer ISIT, mit (Produktions-)Unternehmen und Start-Up Büros. Das Ökosystem ist spezialisiert auf Mikrotechnologie, Batteriespeicher, Erneuerbare Energien, Informationstechnologien und in Themen im Bereich Industrie 4.0 und Produktionstechnologien. Das IZET, das Innovationszentrum der Gesellschaft für Technologieförderung Itzehoe mbH bildet dabei das Zentrum des Technologieparks.

Projekt „Future Battery-Hub-IQ“

Mit dem Projekt „Future Battery-Hub-IQ“ verfolgt das InnoQuarter das Ziel einen lokalen Modelstandort für nachhaltige und wirtschaftlich tragfähige Batteriekreisläufe zu etablieren und damit zu einem Kompetenzzentrum für die Zweitnutzung von Batterien zu werden. Dazu soll ein Kreislaufsystem für Batterien aufgebaut werden mit dem der Ressourcenverbrauch sowie die Umweltbelastung durch innovative Recycling- und Wiederverwendungsprozesse (Second-Life) reduziert werden soll. Die Vorgaben der EU-Batterieverordnung die bereits im zweiten Teil dieser Batterieserie vorstellt wurden, könnten so in Itzehoe erprobt und umgesetzt werden. Dafür bietet das InnoQuarter einen idealen Standort, da hier bspw. durch das Frauenhofer ISIT und den Batteriehersteller CustomCells wichtige Kompetenzen vorhanden sind. Im Projekt sollen darüber hinaus die Ansiedlung eines Reparaturbetriebs für Lithium-Ionen-Batterien und ein Unternehmen mit Kompetenzen im Direkt-Recycling-Verfahren angestrebt werden.

Kurze Wege für Material und Kommunikation

Auf dem Innovationscampus kann somit zukünftig ein gesamter Batteriekreislauf abgebildet werden: Zu Beginn ist das Forschungsinstitut Frauenhofer ISIT an der Elektroden- und Zell-Forschung beteiligt. Die CusomCells GmbH und Celtrix GmbH , beides Ausgründungen des Frauenhofer ISIT, können dies als Grundlage für die eigene Elektroden und Zell-Herstellung nutzen. Zur Batterie-Herstellung auf Pack- und Modul-Rack-Ebene beteiligen Sich dann Unternehmen wie embIZ Engineering GmbH, die auch die BESS-Systemintegration übernehmen. Auch Gutachterfirmen wie die Moeller Operating Engineering GmbH sind in Itzehoe angesiedelt, sodass die Zertifizierung und Zukünftig der Batterie-Pass auch lokal durchgeführt werden können. Nach der Erstnutzung der Batterien sollen diese zukünftig, laut „Future Battery-Hub-IQ“-Projekt, in Itzehoe durch das Unternehmen Voltfix GmbH falls notwendig repariert und in eine Zweitnutzung überführt werden.

Batterie-Kreislaufwirtschaft Inkl. Fertigung von New-Life-Batterien

Nach der Zweitnutzung sollen die Batterien aus dem lokalen Ökosystem, sowie Batterien aus Rücknahmesystemen mit dem innovativen Direkt-Recycling-Verfahren von NOVOCYCLE Technologies Corporation am Standort Itzehoe recycelt werden. Das Direkt-Recycling-Verfahren ist dabei besonders energie- und ressourceneffizient, da es die Materialien NMC, LTO LFP oder Graphit als wiederverwendbares Recyclat durch mechanische Zerkleinerung und Sieben zurückgewinnt, anstatt diese in ihre elementaren Bestandteile zu zerlegen.

Die chemische Zusammensetzung der Elektrodenmaterialien wird also nicht in die einzelnen chemischen Elemente aufgetrennt, sondern als aufbereitetes Material wieder für die Elektrodenbeschichtung verwendet. Draus können die ansässigen Zell-Hersteller dann wieder New-Life-Zellen herstellen und diese dem Kreislauf zuführen.

Sollte das Projekt erfolgreich sein, entsteht vor den Toren Hamburgs ein vielversprechender Standort, der den gesamten Batteriekreislauf lokal abdeckt. Das EEHH wünscht allen Beteiligten weiterhin viel Erfolg!

Über Felix Fresen

Profilbild zu: Felix Fresen

Im Cluster EEHH verantworte ich den Bereich Sektorenkopplung. Dabei liegt mein Fokus auf der Integration von Wärme und Batterietechnologien in ein nachhaltiges Energiesystem. Ich vernetze Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, um innovative Lösungen für eine klimafreundliche Zukunft voranzutreiben und Hamburg als Vorreiter in der Energiewende zu positionieren.

von Felix Fresen