Solar- und Windanlage der Stadtreinigung Hamburg

Nachhaltigkeitsbericht der Stadtreinigung Hamburg 2018

von Astrid Dose, 
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Abfallvermeidung, Mülltrennung und Abfallverwertung stellen die Voraussetzungen einer zukunftsfähigen Abfallwirtschaft in Hamburg dar. Der vierte Konzern- und Nachhaltigkeitsbericht der Stadtreinigung Hamburg (SRH) 2018 widmet sich den Umweltauswirkungen, der Vermeidung und des Recyclings von Plastik.

Solar- und Windanlage der Stadtreinigung Hamburg
Solar- und Windanlage der Stadtreinigung Hamburg

Der umfangreiche Bericht ist mit einer Ausgabe von LOOP, dem neuen jährlichen SRH-Magazin für Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit, kombiniert.

Plastikvermeidung im Fokus

„Wir wollen einen Sinneswandel in der Bevölkerung erreichen: Abfälle sind kein Müll, sondern Wertstoffe, mit denen wir Neues schaffen“, so Prof. Dr. Rüdiger Siechau, Mitglied der Geschäftsführung der Stadtreinigung Hamburg. Um das Plastikaufkommen in der Hansestadt Hamburg zu verringern, hat die SRH beispielsweise einen Einkaufsguide für Recyclingtipps von Lebensmitteln eingeführt und regt an, dass der Handel weniger Plastik einsetzt.

Niedrigeres Aufkommen von Restabfall in Hamburger Privathaushalten

Das Pro-Kopf-Aufkommen von Restabfall aus Hamburger Privathaushalten ist 2018 mit 208 kg um 6 kg gesunken (2017: 214 kg/EW/a). Trotz der auf 1,87 Mio. Einwohner gewachsenen Bevölkerung sammelte die SRH 2018 in den schwarzen Restmülltonnen einschließlich der Mengen aus dem Kleingewerbe nur rund 440.300 t Abfall. Damit setzt sich der Trend rückläufiger Restmüllmenge bei gleichzeitig steigenden Wertstoffmengen fort. Die Gesamtrecyclingquote lag bei 58 Prozent; damit nähert sich die SRH weiter der Zielvorgabe des Hamburger Senats, bis 2030 die Recyclingquote für Hamburger Siedlungsabfälle auf 65 Prozent zu steigern.

Die Umsatzerlöse der SRH in Höhe von 394,2 Mio. € lagen vor allem aufgrund höherer Erträge aus Erstattungen der Freien und Hansestadt Hamburg für die Ausweitung der Reinigung (+ 27 Mio. €) über dem Niveau des Vorjahres (361,9 Mio. €).

Mit der Mülltrennung und der anschließenden stofflichen Verwertung von Altpapier, Bioabfall, Kunststoffen und Metallen ersparten die SRH und die Hamburger Bürger der Umwelt 2018 rund 236.200 t Kohlenstoffdioxid (CO2). Das SRH-eigene Biogas- und Kompostwerk Bützberg erzeugte 2018 aus 53.754 t Bio- und Grünabfall 19.250 t Qualitätskompost und speiste Biogas mit einem Energiegehalt von 15.356 MWh direkt in das Gasnetz ein.

https://www.stadtreinigung.hamburg/nachhaltigkeit/

Über die Autorin

Profilbild zu: Astrid Dose

Reden, schreiben und organisieren – und das mit viel Spaß! So sehen meine Tage beim EEHH-Cluster aus. Seit 2011 verantworte ich die Öffentlichkeitsarbeit und das Marketing des Hamburger Branchennetzwerkes.

Von Haus aus bin ich Historikerin und Anglistin, mit einem großen Faible für technische Themen.

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