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Forschung als neuer Impuls für die Partnerschaft From Hamburg to the World: Hamburg und Fukushima erneuert die Zusammenarbeit

Zu Beginn des neuen Jahres besuchte eine hochrangige Delegation aus der Präfektur Fukushima Deutschland.

Im Hamburger Rathaus unterzeichneten Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, und Masao Uchibori, Gouverneur der Präfektur Fukushima, das aktualisierte Memorandum of Understanding (MoU) zwischen Hamburg und Fukushima. Ein besonderer Schwerpunkt der Vereinbarung liegt auf der Intensivierung der Forschungszusammenarbeit. Während des zweitägigen Besuchs koordinierte das EEHH-Cluster ein Besuchsprogramm mit Hamburger Hochschulen und Forschungseinrichtungen und organsierte zudem das Wirtschaftsseminar „Hamburg Fukushima Renewables Roundtable“.

Neues Kapitel für die erneuerbare Kooperation

Seit 2019 arbeiten die Freie und Hansestadt Hamburg und die Präfektur Fukushima im Bereich erneuerbare Energien eng zusammen. Ziele der Partnerschaft ist es, Unternehmen beim Markteintritt in den beiden Regionen zu unterstützen, gemeinsame Projekte umzusetzen und das gemeinsame Verständnis von der Energiewende zu vertiefen.

In den Anfangsjahren konzentrierte sich der Austausch auf Windenergie. Später wurde die Zusammenarbeit um das Thema Wasserstoff erweitert. Als deutsche Windhauptstadt bringt Hamburg besondere Expertise und ein großes Unternehmensnetzwerk ein und ist somit ein gefragter Partner für die japanische Windbranche.  Im Thema Wasserstoff nimmt Japan weltweit eine führende Rolle ein. Hamburg kann vor allem von den Erfahrungen Japans mit der Speicherung und Anwendung von Wasserstoff profitieren. Durch die neue Absichtserklärung erweitert sich die Zusammenarbeit um das Gebiet der Wasserstoffforschung.

Wirtschaftsseminar „Fukushima Hamburg Renewables Roundtable“

Ein Höhepunkt des Delegationsbesuchs war das nach der MoU-Unterzeichnung stattfindende Wirtschaftsseminar, das das EEHH-Cluster mit der Unterstützung der Hamburger Behörde für Wirtschaft, Arbeit und Innovation veranstaltete. In ihren Grußworten hoben Fukushimas Gouverneur Masao Uchibori, der japanische Generalkonsul Shinsuke Toda und Hamburgs zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank die Bedeutung und die Notwendigkeit der internationalen Kooperation für das Gelingen der Energiewende hervor.  

Für das Publikum war es zutiefst beeindruckend zu sehen, mit welchem Mut und welcher Entschlossenheit die Region Fukushima den wirtschaftlichen Wiederaufbau nach der verheerenden Natur- und Nuklearkatastrophe vorantreibt. Eine tragende Säule des heutigen Erfolgs ist der konsequente Ausbau erneuerbarer Energien. Schon heute stammt 60% der Stromerzeugung in Fukushima aus erneuerbaren Quellen. Fukushima strebt bis 2040 die Klimaneutralität an - eine Parallele, die Hamburg nach dem jüngsten Volksentscheid teilt.

Während des Wirtschaftsseminars gaben Unternehmen und Forschungseinrichtungen spannende Einblicke in ihre Wasserstoffaktivitäten. Aus Hamburg präsentierten sich MB Energy und Hydac. Die Veranstaltung wurde abgerundet durch ein Networking in lockerer Atmosphäre bei leckeren Sushis.

Erster persönlicher Wissenschaftsdialog

Im Vorfeld der Kooperationserneuerung initiierte das EEHH-Cluster eine Reihe von Aktivitäten, um die Kontakte zwischen den Schlüsselakteuren herzustellen. Insbesondere der Besuch in Fukushima im Rahmen der Delegationsreise zur Weltausstellung und ein Online-Seminar 2025 ermöglichten einen umfassenden Überblick über die Forschungslandschaft in beiden Regionen und den Abgleich gemeinsamer Interessen.

Am Vortrag der MoU-Unterzeichnung brachte das EEHH-Cluster die führenden Wissenschaftler*innen aus Fukushima und Hamburg zu einem ersten physischen Austausch zusammen. Von Online-Vorlesung, Summer-School für japanische Studierenden bis hin zur Akquise von Förderung für übergreifende Forschungsprojekte – es wurde eine Vielzahl an Ideen und Maßnahmen diskutiert, um das Potenzial der Forschungskooperation zum Vorteil der internationalen Energiewende zu entfalten.

An dem Austausch sind folgende Hochschulen und Forschungseinrichtungen beteiligt:

-            Fukushima Renewable Energy Institute, Fukushima University und Industrial Technology Institute.

-            Die Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg, die Technische Universität Hamburg, die Universität Hamburg und das Helmholtz-Zentrum Hereon.

EEHH-Reise zur World Smart Energy Week 2026 in Tokyo

Zur Fortsetzung und weiteren Vertiefung der Zusammenarbeit mit Japan/Fukushima wird das EEHH-Cluster vom 16. bis 23. März 2026 auf der World Smart Energy Week in Tokyo auf dem Gemeinschaftsstand des WFO-World Forums Offshore Wind vertreten sein. Im Anschluss ist ein Besuch in Fukushima gemeinsam mit den Vertreter*innen der Universität Hamburg geplant.

EEHH-Mitglieder und Partner, die Interesse an der anstehenden Japan-Reise haben oder Anknüpfungspunkte für eine Zusammenarbeit mit Japan sehen, können sich direkt bei Jingkai Shi, Internationale Kooperation Erneuerbare Energien, melden.

Gouverneur Masao Uchibori (EEHH)

Über Jingkai Shi

Profilbild zu: Jingkai Shi

Hamburg ist die Modellregion der Energiewende und deutsche Windhauptstadt mit Verbindungen in die ganze Welt. Die lokale Erneuerbare Energien-Branche ist damit ein zentraler Partner für die internationale Energiewirtschaft. Als Ansprechpartner für internationale Kooperation im Bereich Erneuerbare Energien betreue ich die Beziehung des EEHH-Clusters zu internationalen Branchenetzwerken, unterstütze die EEHH-Mitglieder bei ihren Auslandsaktivitäten und trage mit Social-Media-Aktivitäten zu einer stärkeren Sichtbarkeit und Wahrnehmung von Hamburg auf der Weltbühne bei.

von Jingkai Shi