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Erneuerbare Energien wichtiger Wirtschaftsfaktor Interview mit Jan Wiemer, Studentenarbeit des Jahres, German Renewables Award 2021

Im  folgenden Interview berichtet Jan Wiemer vom Fraunhofer IEE über seine Zukunftspläne.

EEHH: Lieber Herr Wiemer, herzlichen Glückwunsch noch einmal zum Gewinn des German Renewables Awards in der Rubrik „Studentenarbeit des Jahres“! An welchen aktuellen Projekten sitzen Sie gerade?

Jan Wiemer: „Vielen Dank! Nach meiner Masterarbeit bearbeite ich eine Folgestudie für die Avacon Netz GmbH. Es geht weiterhin um das Thema Freileitungsmonitoring in Kombination mit Abregelungen im Zuge der Spitzenkappung. Zusätzlich zur Einspeisung von Windenergie wird der Einfluss von Einspeisung aus PV-Anlagen untersucht und die bestehende Methodik zur Berechnung des SFK-Faktors weiterentwickelt. Außerdem entwickeln wir im Forschungsprojekt SpiN-AI einen Demonstrator, um zeitreihenbasiert Wirkleistungsabregelungen zu simulieren und visualisieren. Langfristig möchte ich meine Promotion weitertreiben und der Wissenschaft treu bleiben. Ich finde es sehr spannend, wie viele interessante Menschen und Ideen man in diesem Bereich kennenlernen kann.“

EEHH: Wie schätzen Sie die neue Bundesregierung ein?

Jan Wiemer: „Ich hoffe, dass durch die Ampelkoalition neuer Schwung in die Umsetzung der Energiewende kommt. Natürlich geht es auch um viel Geld und hohe Investitionen, aber auch letztlich darum, welchen volkswirtschaftlichen Schaden der Klimawandel verursacht. Die Wissenschaft prognostiziert den Klimawandel schon sehr lange, was aber bisher nicht ausreichend geholfen hat. Offenbar fehlt es weiterhin an der konsequenten Umsetzung in allen Sektoren.“

EEHH: Welche Entwicklungen sind Ihrer Meinung nach im Bereich erneuerbare Energien am wichtigsten?

Jan Wiemer: „Vor allem der massive Ausbau der erneuerbaren Energien. Darüber hinaus benötigen wir die Digitalisierung, um Leistungsschwankungen in der Energieversorgung durch bedarfsgerechte Regelungsmaßnahmen ausgleichen zu können. Das Netz muss auf Schwankungen zuverlässig reagieren können. Im Wärmesektor könnte die Wärmepumpe entscheidenden Anteil einer erfolgreichen Wende haben. Wichtig fände ich es auch, die bürokratischen Hemmnisse zu senken. Grundsätzlich sollten Initiativen aller Bürger*innen motiviert und nicht ausgebremst werden. Die erneuerbaren Energien sehe ich auch als wesentlichen Wirtschaftsfaktor für Deutschland und die EU, mit vielen potentiellen und bereits vorhandenen Arbeitsplätzen.“

Über Astrid Dose

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Reden, schreiben und organisieren – und das mit viel Spaß! So sehen meine Tage beim EEHH-Cluster aus. Seit 2011 verantworte ich die Öffentlichkeitsarbeit und das Marketing des Hamburger Branchennetzwerkes. Von Haus aus bin ich Historikerin und Anglistin, mit einem großen Faible für technische Themen.

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