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Digitale Zeitenwende in der Energiewirtschaft

von Astrid Dose, 
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Digitalisierung in der Erneuerbare-Energien-Branche und im Offshore-Bereich

Wie stark wird die Künstliche Intelligenz die Erneuerbare-Energien-Branche beeinflussen? Werden künftig Roboter Aufgaben übernehmen? Die Digitalisierung ist in den Erneuerbaren seit einigen Jahren ein deutlicher Trend, auch wenn Experten hier noch deutlich mehr Wachstumspotenzial sehen als in anderen Branchen.

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Auf der 16. Hamburg Offshore Wind Conference am 2. und 3. April 2019 werden sich Experten in der Session „Future is starting now – hidden success factors of the in-service phase” ebenfalls diesem Themenkomplex, vor allem in der Betriebsphase, widmen.

Künstliche Intelligenz als Basis für Energiemanagementsysteme

Durch künstliche Intelligenz (KI) können menschliche Denkprozesse simuliert werden. Der Begriff geht  bereits auf das Jahr 1954 zurück. Ein berühmtes Beispiel stellt das von IBM entwickelte Computersystem „Watson“ dar, das 2011 in der Quizshow „Jeopardy“ gegen Menschen antrat und gewann. In der Erneuerbare-Energien-Branche wird Künstliche Intelligenz beispielsweise genutzt, um Stromnetze zu stabilisieren. So entwickelten E.ON und Microsoft gemeinsam auf KI basierende Energiemanagementsysteme.

Dezentrale Energieversorgung durch Virtuelle Kraftwerke

Die Energieversorgung läuft mittlerweile verstärkt dezentral ab. Nur durch virtuelle Kraftwerke können verschiedene Energieerzeugungsanlagen intelligent und effizient miteinander vernetzt und koordiniert werden – und damit auch die Sektorenkopplung zwischen Stromerzeugung, Mobilität und Wärme ermöglichen. Ein virtuelles Kraftwerk besteht aus einem Zusammenschluss verschiedener dezentraler Einheiten im Stromsystem, die von einem gemeinsamen Leitsystem koordiniert werden.

Blockchain-Technologie genutzt für Strommarktplätze

Um Prozesse zu optimieren und Plattformen besser zu organisieren, nutzen die Akteure der Energiewirtschaft bereits heute Blockchains, verteilte Datenbanken mit technischen oder markttechnischen Informationen bzw. Handelsdaten. Sie bieten vor allem Vorteile für automatisierte Transaktionsprozesse. Stromerzeuger können ihre Energie ohne Zwischenhändler direkt an Abnehmer und Großhändler verkaufen. Als Beispiel sei die mehrfach ausgezeichnete Energie-Blockchain „Enerchain“ genannt, die bereits den Proof of Concept erbracht hat und über das erste Transaktionen abgewickelt wurden. Allerdings sehen sich Nutzer auch mit einigen Nachteilen konfrontiert: so können verlorene Zugriffsdaten für eine Blockchain nicht ersetzt und Transaktionen nicht rückgängig gemacht werden.

Service und Wartung mittels IT in Offshore-Windenergie

Service und Wartung ohne IT-Lösungen? Heutzutage undenkbar. Selbstverständlich, dass Wind- und Wettervorhersagen als Basis für simulierte Szenarien in Offshore-Windparks dienen. Für die Ressourcenplanung nutzen Mitarbeiter Softwareprogramme; die Überwachung der Windturbinen erfolgt über Condition Monitoring Systeme. Um die Lasteinwirkung speziell bei Offshore-Turbinen zu erfassen, werden Sensoren genutzt. Siemens Gamesa Renewable Energy betreibt beispielsweise im dänischen Brande ein Ferndiagnose-Zentrum zur Auswertung von mehr als 7.500 Windturbinen.

Beiträge zum Thema Digitalisierung in der Erneuerbare-Energien-Branche und speziell im Bereich Offshore-Windenergie gibt es auf der Hamburg Offshore Wind Conference 2019 am 2. und 3. April 2019:

https://www.dnvgl.com/events/16th-hamburg-offshore-wind-conference-127241

 

 

Über die Autorin

Profilbild zu: Astrid Dose

Reden, schreiben und organisieren – und das mit viel Spaß! So sehen meine Tage beim EEHH-Cluster aus. Seit 2011 verantworte ich die Öffentlichkeitsarbeit und das Marketing des Hamburger Branchennetzwerkes.

Von Haus aus bin ich Historikerin und Anglistin, mit einem großen Faible für technische Themen.

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