Pixelio/Carl-Ernst Stahnke

Die Küsten der fast unendlichen Winde

von Astrid Dose, 
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Offshore-Windindustrie in den USA

Langsam kommt Schwung in die US-amerikanische Windindustrie – Anfang 2020 gab Siemens Gamesa Renewable Energy bekannt, den bis dato größten US-amerikanischen Offshore-Windpark „Dominion Energy Virginia Offshore Wind“ mit Anlagen für eine Gesamtkapazität von 2.640 MW zu beliefern.

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2018 genehmigten die Staaten Massachusetts und Rhode Island die ersten 1,2 GW. Projektentwickler Deepwater Wind, hinter dem eine US-Investorengruppe steht, ging als ein Sieger aus der Ausschreibung in Rhode Island hervor. Ab voraussichtlich 2022 wird das Unternehmen die Revolution Wind Farm mit 400 MW im Atlantik bauen. In Massachusetts bekamen der spanische Energieversorger Iberdrola und der dänische Investor Copenhagen Infrastructure Partners (CIP) den Zuschlag für ein 800-MW-Projekt. Der erste Offshore-Windpark ging 2016 bei Block Island, 300 km nordöstlich von New York ans Netz. Der Test-Windpark besteht aus fünf Haliade 150-6MW-Offshore-Anlagen von General Electric.

„National Offshore Wind Strategy“

Bereits 2011 hatten die USA ihre „National Offshore Wind Strategy“ verkündet: bis 2020 Offshore-Windparks mit insgesamt 10 GW Leistung. Bis 2050 soll die Gesamtleistung sogar auf 54 GW steigen. Der ehemalige US-Präsident Barack Obama hatte das Ziel 2016 sogar auf 86 GW erhöht. Für die Versteigerung der Meeresgebiete zeichnet die Bundesbehörde Bureau of Ocean Energy Management verantwortlich.

Floating Wind Turbines in Kalifornien

Zu einem Joint Venture haben sich der deutsche Energieversorger EnBW AG und Tridents Wind Inc. aus Seattle zusammengeschlossen. Sie wollen vor der kalifornischen Küste das Offshore-Windprojekt „Morro Bay“ mit bis zu 1000 MW realisieren. Dazu nutzen die beiden Partner die neue Floating-Wind-Technologie. EnBW betreibt in den USA die Regionalgesellschaft „EnBW North America“. Auch der US-amerikanische Projektentwickler Magellan Wind und das dänische Unternehmen CIP haben ebenfalls eine Partnerschaft zur Entwicklung von Floating Wind Turbines in Kalifornien gegründet.

https://www.awea.org/policy-and-issues/u-s-offshore-wind

 

Über die Autorin

Profilbild zu: Astrid Dose

Reden, schreiben und organisieren – und das mit viel Spaß! So sehen meine Tage beim EEHH-Cluster aus. Seit 2011 verantworte ich die Öffentlichkeitsarbeit und das Marketing des Hamburger Branchennetzwerkes.

Von Haus aus bin ich Historikerin und Anglistin, mit einem großen Faible für technische Themen.

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